Projekt

Stromspar-Check Aktiv

Klima- und Umweltschutz im Alltag für Haushalte mit geringem Einkommen
Verbraucher
Wirtschaft
© Deutscher Caritasverband e. V.
Im Stromspar-Check Aktiv erhalten Haushalte mit geringem Einkommen eine kostenlose Energiesparberatung in der eigenen Wohnung. So schonen sie nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch das Klima. Der Stromspar-Check ist damit ein wichtiger Beitrag zur sozialen Ausgestaltung der Energiewende.
Projektinformationen
Förderprogramm 
Projektnehmer 
Deutscher Caritasverband e. V. und Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V.
Projektlaufzeit 
01. Apr. 2019 bis 31. Mär. 2022
Förderkennzeichen: 
03KE0067 A/B
Fördersumme in € 
28.754.398

Auf einen Blick

Stromspar-Teams besuchen interessierte Kundinnen und Kunden, dokumentieren den Strom- und Wasserverbrauch des Haushalts und analysieren das Nutzungsverhalten. Die Stromspar-Teams erstellen aus diesen Angaben eine individuelle Auswertung und berechnen die Einsparpotenziale. Jede Auswertung fließt in eine Projektdatenbank ein.

Bei einem zweiten Besuch erhält der Haushalt kostenlos sinnvolle Energie- und Wassersparartikel sowie praktische Tipps für Einsparmöglichkeiten durch Verhaltensänderungen, beispielsweise beim Heizen und Lüften, Kochen oder Waschen. Hinzu kommt unter Umständen ein 100-Euro-Gutschein für ein Kühlgerät, wenn der Haushalt sich zum Austausch seines alten „Stromfressers“ gegen ein effizientes A+++-Gerät entscheidet.

Der Stromspar-Check ist ein Angebot an Bezieher und Bezieherinnen von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag sowie an Personen, deren Einkommen oder Rente unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt. Das Angebot kann in rund 150 Städten und Landkreisen genutzt werden. Unsere umfassend geschulten Stromspar-Teams bestehen aus ehemals langzeitarbeitslosen Menschen. Diese haben im Rahmen des Projekts bereits rund 350.000 Haushalte auf Augenhöhe beraten. Die Stromspar-Teams haben hierfür eine Qualifikation von Energiefachleuten erhalten.

Auf lokaler Ebene erhält der Stromspar-Check vielerorts Unterstützung von den Kommunen, Jobcentern, Energieversorgern, Wohnungsbaugesellschaften und weiteren Akteuren aus dem Sozial- und Umweltbereich.

Video: Ausschnitt aus dem Film „Power to Change – die Energierebellion“

Ziele

Der Stromspar-Check Aktiv soll bundesweit weitere 112.000 Haushalte mit geringem Einkommen beraten und dadurch 10.000 alte „Stromfresser“ gegen energieeffiziente A+++-Kühlgeräte austauschen. So können langfristig insgesamt knapp 200.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Projektablauf

Projektschwerpunkte

  • Kernberatung: die Beratungsleistung wird im Hinblick auf die Verbrauchssteuerung und die Auswahl der Strom- und Wassersparartikelverbessert. Im Bereich Wärme soll die Beratung verstärkt werden. Der Kühlgerätetausch bleibt ein wesentlicher Bau-stein zur Effizienzsteigerung.
  • Monitoring: der Abgleich zwischen Hochrechnung und tatsächlichem Verbrauch wird standardisiert. Ergebnisse zu Wasser- und Wärmeeinsparungen stehen dabei im Fokus.
  • Klimaschutz im Alltag: Einbindung einer vertiefenden Beratung zur Veränderung eines Nutzungsverhaltens, das Ressourcen schonen und damit CO2-Emissionen verringert. Dazu kommen neue Themen wie Abfallvermeidung.
  • Kurze Wege zum Stromspar-Check:
    • durch den Ausbau der Erfahrungen in städtischen Quartieren zur Kontaktaufnahme mit den Zielgruppen in Ballungsräumen und Großstädten;
    • durch die Verbesserung der Erreichbarkeit des lokalen Stromspar-Check-Angebots für Haushalte im ländlichen Raum in Modellregionen, gemeinsam mit verschiedenen lokalen und regionalen Kooperationspartnern.
  • Netzwerke im Stromspar-Check: Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit den relevanten Akteuren aus kommunalen Administrationen, Jobcentern, Energieversorgern, Wohnungs-wirtschaft sowie Sozial- und Verbraucherverbänden.

Fazit

Der Stromspar-Check verbindet Klimaschutz und Sozialpolitik, Beschäftigungsförderung und Umweltbildung. Durch Beratung und Soforthilfen sparen Haushalte mit geringem Einkommen Energiekosten. Der geringere Energieverbrauch hilft wiederum beim Klimaschutz, ehemals langzeitarbeitslose Menschen finden eine sinnvolle Arbeit und die Kommunen profitieren durch geringere Sozialausgaben bei den Kosten der Unterkunft.

Deutscher Caritasverband e. V. und Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V.

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