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20. Nov. 2019

Bundesumweltministerium fördert nachbarschaftlichen Klimaschutz in Bremen

Parlamentarische Staatssekretärin übergibt Förderbescheid an den NABU Landesverband Bremen e. V.
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Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium, übergibt heute Vertreterinnen und Vertretern des NABU Bremen den Förderbescheid für das Projekt "Gemeinsam aktiv für den Klimaschutz im Alltag". Das Projekt wird im Rahmen des Förderaufrufs "Kurze Wege für den Klimaschutz" der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) mit rund 226.000 Euro gefördert.
  • © NABU Bremen/ Florian Scheiba

Rita Schwarzelühr-Sutter: "Ein Schlüssel für erfolgreichen Klimaschutz liegt in den Kommunen. Alle Bürgerinnen und Bürger können mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen dazu beitragen, ihre persönliche Treibhausgasbilanz zu verringern und der globalen Erwärmung entgegenzusteuern. Jede und jeder Einzelne kann in seinem Alltag aktiv zum Klimaschutz beitragen – sei es mit nachhaltigem Konsum, bei der Ernährung oder beim Einkaufsverhalten. Das NABU-Projekt im Bremer Stadtteil Hemelingen gibt nachbarschaftliche Tipps dazu. Wir unterstützen das gerne mit unserer Nationalen Klimaschutzinitiative."

Mit dem Projekt "Gemeinsam aktiv für den Klimaschutz im Alltag" möchte der NABU Landesverband vielfältige Beteiligungs- und Bildungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger der angrenzenden Nachbarschaft schaffen. Insbesondere Alltagsthemen stehen hier im Vordergrund. Unter dem Motto "Selbstgekocht und Selbstgezogen" sowie "Reparieren statt Wegwerfen" wird ein umfangreiches Veranstaltungs- und Kursangebot gefördert. Die Kursinhalte werden darüber hinaus in kindgerechten Aktionen und Unterrichtseinheiten in Kitas und Schulen eingebunden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung von Klimabotschafterinnen und Klimabotschaftern zur Wissensvermittlung und praktischen Hilfestellung in Privathaushalten. Das Projekt läuft von 2020 bis 2022.

Dem ressourceneffizientem und klimafreundlichem Alltagshandeln auf lokaler Ebene kommt eine besondere Bedeutung zu. Soziale und kulturelle Einrichtungen, Bürgerinitiativen sowie Umweltschutzorganisationen und Vereine sind hierbei relevante Schlüsselakteure. Sie agieren als tatkräftige Organisatoren, Multiplikatoren und kompetente Wissensvermittler. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen betragen in Deutschland circa 11 Tonnen pro Jahr. Hier liegt ein wichtiges Minderungspotenzial, um die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Mit der Schaffung und Verstetigung praktikabler und gemeinschaftlich nutzbarer Angebote auf lokaler Ebene können diese Potenziale gehoben und Klimaschutzbeiträge geleistet werden.

Im Rahmen des Förderaufrufs "Kurze Wege für den Klimaschutz" der NKI werden Projekte auf Nachbarschaftsebene gefördert, die praktikable Angebote mit hohem Treibhausgasminderungspotenzial schaffen und Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, ihren Alltag klimafreundlich und ressourceneffizient zu gestalten. Der Verstetigung und Verankerung dieser Ansätze vor Ort kommt eine besondere Bedeutung zu.

Seit 2016 hat das Bundesumweltministerium bundesweit bereits 168 Projekte im Rahmen des Förderaufrufs mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 16 Millionen Euro unterstützt.

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